„ Frida Kahlo ist ein guter Name …“ – ein Elternbeitrag von 2006

„ Frida Kahlo ist ein guter Name für unsere Schule.

Ihr Mut mit dem sie trotz (oder wegen?) ihres schrecklichen Unfalls und der daraus resultierenden schweren Behinderung ihr Leben gemeistert und zu kreativer Meisterschaft gefunden hat, kann ein Beispiel für uns alle sein, besonders für unsere Kinder, die lernen müssen, mit ihren eigenen Behinderungen umzugehen.

An ihrem Beispiel können sie lernen, dass Behinderung nicht zwangsläufig Ausgrenzung und Minderung der Lebensqualität bedeuten muss.

„Wir sollten etwas aus unserem Leben machen. Jedenfalls bin ich wie eine Katze – mich bringt so schnell nichts um.“ Es ist diese ungebrochene Lebenslust, die ansteckend wirkt und zum Engagement auch in schier aussichtsloser Lage anstiftet.

Dass ihr Leben nicht gradlinig verlief, das es auch von Irrungen und Wirrungen geprägt war, sollte uns nicht schrecken. Im Gegenteil: Es kann den Kindern und der ganzen Schulgemeinde deutlich machen, wie wichtig es ist, trotz aller Brüche im Leben an der kreativen Gestaltung des eigenen Weges festzuhalten. Eine Heilige war sie gewiss nicht, aber was nützte unseren Kindern eine Figur, die unerreichbar bleibt?

Ihre Bilder, die heute in aller Welt bewundert werden, waren wohl auch eine Form der Selbsttherapie. Viele ihrer Bilder könnten unsere Kinder anregen, ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Erlebnisse, aber auch ihre eigenen Tränen und ihre eigenen Schmerzen darzustellen und daran zu reifen.

Frida Kahlo ist ein guter Name für unsere Schule“

Volkmar Metzner
Mitglied des Elternbeirates